Der Rahmenkredit

März 26, 2008

Der Rahmenkredit, auch Abrufkredit genannt, ist ein Kreditrahmen über eine bestimmte Höhe und Laufzeit, der dem Kunden von einer Bank eingeräumt wird und über den dieser jederzeit vollständig oder auch nur zum Teil verfügen kann. Dies bedeutet für den Kunden weitestgehende Flexibilität zu günstigeren Konditionen, als sie beispielsweise ein Dispokredit bietet. Außerdem ist es beim Rahmenkredit nicht notwendig bei der Kredit gebenden Bank ein Girokonto zu unterhalten, so dass der Kreditnehmer die freie Bankwahl hat und nicht an die Angebote seiner Hausbank gebunden ist.

Im eingeräumten Rahmen ist eine wiederholte Kreditaufnahme ohne große Formalitäten möglich, daher ist der Rahmenkredit besonders lukrativ für Kunden, die immer mal wieder kurzfristig einen Kredit brauchen und ihn dann schnell zurückführen können.

Auch die Rückzahlung des in Anspruch genommenen Kredites ist weitgehend flexibel gestaltbar, jedoch verlangen die Banken in der Regel mindestens Rückzahlungen in Höhe von 2% – 3% pro Monat. Höhere Rückzahlungen sind ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Zinsen werden nur für den Zeitraum der Inanspruchnahme berechnet. Die Höhe des Zinssatzes ist flexibel und abhängig vom Marktniveau, liegt aber meist höher, als Zinsen für Ratenkredite. Kosten für die Kreditbereitstellung und die Kontoführung fallen normalerweise nicht an, allerdings berechnen die meisten Banken jeweils Bearbeitungsgebühren auf die Inanspruchnahme eines (Teil-)Betrages.

Die Mindestvoraussetzungen für die Gewährung eines Rahmenkredites sind ein fester Arbeitsplatz und keine negativen Einträge bei der Schufa. Einige Banken verlangen darüber hinaus bei Kreditnehmern unter 25 Jahren einen Wehrdienstnachweis, bzw. einen Freistellungsbescheid vom Wehrdienst, einen Wohnsitz und einen Arbeitgeber in Deutschland.

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